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Motorola orakelte zur CeBit vom Durchbruch von Push-to-Talk (PTT oder P2T) im Jahre 2005. Wenigstens im Mobilfunk-Paradies Ă–sterreich könnte der Hersteller Recht behalten.  

Die Technologie, bei der durch Drücken einer Taste am Handy sofort eine Halbduplex-Sprechverbindung zu einer beliebigen Anzahl von Gegenstellen aufgebaut wird, steht bereits im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Am 13. September soll diese Form der Kommunikation in einer Reality-TV-Sendung namens Expedition Österreich zum Einsatz kommen. Bereits mehrere Hersteller bieten Netz-Hardware für P2T an. Bis Jahresende soll die Spezifizierung der technischen Details im Rahmen der Open Mobile Alliance und des 3GPP-Forums abgeschlossen sein. Dann dürften europäische Netzbetreiber in großer Zahl P2T-Dienste einführen.

In Ă–sterreich ist der Netzbetreiber „One” Vorreiter in Sachen P2T, schon seit Anfang Juli laufen Feldversuche. Momentan werden Studentenvereinigungen, Sportvereine und ähnlich abgrenzbare Kundengruppen ausgesucht, die nach CD-Funk Manier kommunizieren sollen. Das tatsächliche Nutzungsverhalten soll beobachtet werden, um daraufhin ein allgemein verfĂĽgbares Endkundenprodukt auf den Markt zu bringen. Von den ca. 1,5 Millionen Kunden sieht „One” ein ungefähres Potenzial von 35.000 Nutzern die schon ein Nokia-Handy mit PTT-Option verwenden. Das Nokia 5140 ist bereits ab Werk mit PTT ausgestattet aber auch fĂĽr die Nokia-Geräte 6600, 6170, 6620,6630 und 7610 gibt es entsprechende Clients. Dazu kommen Smartphones anderer Hersteller, fĂĽr die es schon Push-to-Talk-Software gibt, oder sehr bald verfĂĽgbar ist.

T-Mobile und Mobilkom Austria haben in dieser Woche ebenfalls mit Friendly User Tests, mit einigen hundert Nokia-5140-Nutzern, begonnen. Es gibt allerdings noch keine Zusammenschaltungen zwischen den Netzen und auch die künftigen Tarifkonzepte sind noch nicht festgelegt. tele.ring hat intern getestet und wird die Marktforschung- und aufbereitung wohl den Konkurrenten überlassen. Mobilkom Austria kann sich nicht so recht für diesen neuen Dienst erwärmen. Die kostenlos angebotene netzinterne Sprachtelefonie sei auf alle Fälle günstiger, so das Unternehmen, das von den besonderen P2T-Features nicht viel hält. Dabei kann der Netzbetreiber Nutzer zu so genannten „Sicheren Gruppen“ zusammenschalten, deren Settings von den Teilnehmern nicht verändert werden können. Die Kunden können aber auch selbst „Ad-hoc-Gruppen“ erstellen und andere User dazu einladen oder direkt mit einzelnen Gegenstellen in Kontakt treten. Ein Presence Server informiert darüber, welche Teilnehmer gerade online, offline oder in einem „Nicht Stören“-Modus sind.

Artikeldatum Montag, den 13. September 2004 um 20:53 Uhr | Hits 2176 Channel Nicht alltäglich, futurebytes.ch

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