Dienstag , 24 Oktober 2017

Pursonic Wall Speaker

Jetzt klingt die Wand – Lautsprecher adé!Als der amerikanische Jet-Pilot Charles Yeager am 14. Oktober 1947 jene Wand aus nichts als Luft mit 1.200 Stundenkilometern durchbrach, war dies eine Weltsensation, eine unglaubliche Meisterleistung von Wissenschaft und Ingenieurkunst. 

Gut ein halbes Jahrhundert nach dem legendären Flug gibt es die „Schall-Mauer“ nun zum Anfassen und Anhören – und sie bleibt doch unfassbar: Die Wand, die ein Lautsprecher ist! Unglaublich? Irgendwie schon: Unter der Dusche spielen die Badezimmerfliesen Händels Wassermusik, der Rauputz erbebt unter Dino-Getrampel, während der Heimkino-Beamer „Jurassic Park“ auf die Wand projiziert, und Robbie Williams ist sprichwörtlich in den eigenen vier Wänden zu Gast…
Diese revolutionäre Innovation bringt die frohe Botschaft für alle Heimkino-Fans: Lautsprecherboxen adé, denn ab jetzt machen Wände, Decke und Boden die Musik!

Entwickelt wurde das „Wunderwand-Raumklangsystem“ vom in Deutschland ansässigen Polyurethan-Spezialisten Puren GmbH, Überlingen, in Kooperation mit der
Siemens AG und der Bayer MaterialScience AG, einem der größten Kunststoff- Produzenten der Welt. Puren-Geschäftsführer Hans Bommer zu den Besonderheiten der neuen Klang- Technologie: „Das Prinzip, Schall nicht mittels üblicher Lautsprecher, sondern durch eine zum Schwingen gebrachte Fläche zu erzeugen, basiert auf einem Siemens-Patent.
Nur: Bislang fehlten die wirklich gut klingenden Soundboards, die digital angesteuert werden.
Heute, nach nur 18-monatiger Entwicklungszeit, bringen wir das komplette System marktreif an den Start.“
Knackpunkt Schall-Platte: Herzstück der „pursonic“-Klangtechnologie (www.pursonic.com) ist ein dünnes Soundboard. Das Element besteht aus einem speziellen Polyurethan-Kombinationswerkstoff aus den Bayer-Rohstoffen Desmophen® und Desmodur®. Hierzu Eckard Foltin, als Leiter des Creative Centers bei Bayer MaterialScience stets auf der Jagd nach Zukunftstrends und neuen Anwendungen, die gemeinsam mit Bayer-Kunden realisiert werden können: „Mit diesen Materialien ließ sich das Board auf sieben Millimeter Stärke reduzieren. So beansprucht es nur wenig Raum in der Wand und hat trotzdem eine hohe Stabilität.“
Vorbild akustische Gitarre: Auch bei ihr werden die dünnen Außenwände zum Schwingen gebracht und nicht – wie etwa bei der Trompete – eine starke Luftdruckwelle
erzeugt. Und die genaue Rezeptur des Boards? Bommer schmunzelt: „Die bleibt unser Geheimnis. Schließlich waren hunderte von Versuchen notwendig, bis sich
endlich der gewollte Wohlklang einstellte.“
Damit aber die Lautsprecher-Elemente auch gut klingen, nachdem sie in Wände, Decke und Boden eingelassen wurden und Putz, Tapeten oder Fliesen sie überdecken,
braucht es eine feine Digitaltechnik. Diese steuert Siemens bei. Jedes Soundboard – fünf sind notwendig für vollen so genannten 5.1-Rundumklang – wird von Schallgebern auf der Rückseite in Schwingung versetzt. Diese werden über einen frei programmierbaren Digitalprozessor mit Signalen versorgt. Die hohe Kunst besteht nun darin, den Frequenzverlauf – sprich Höhen, Mitten und Bässe – an das Oberflächenmaterial
des Wandbereiches, unter dem sich das jeweilige Soundboard verbirgt, optimal anzupassen. Das Ergebnis ist ein überzeugender Raumklang, der sich nicht nur auf einen kleinen Bereich – dem so genannten „Sweet Spot“ – wie bei herkömmlichen Lautsprechern
beschränkt. Grund dafür ist der – im Verhältnis zu normalen Boxen – fast doppelt so breite Abstrahlwinkel der schwingenden Flächen. Und – besonders wichtig bei
Präsentationen: Pfeifende Rückkopplungen beim Einsatz eines Mikrofons gibt es praktisch keine.
Hans Bommer ist von der audiophilen Innovation überzeugt – und nicht erst, seit er sie
unter anderem in den Arabischen Emiraten präsentierte: „Wer zum ersten Mal vom ‚pursonic‘-Raumklang erzählt bekommt, hält das Ganze für ein Märchen aus 1001 Nacht. Wer dann aber den Sound hört, ohne Lautsprecher zu sehen, will es sofort
haben.“ Und es seien vor allen Dingen die Frauen, die den praktischen Nutzen über die Technikverliebtheit ihrer Männer stellten und sofort auf den Punkt kämen:
„Endlich keine zustaubenden Lautsprecher mehr, die überall wie unbewohnte Kaninchenställe in den Zimmern rumstehen!“ Bayer-Mann Eckard Foltin lässt sich trotz weiblichem Pragmatismus seine Technikbegeisterung
nicht nehmen, denn Visionen gehören zu seinem Job: „Warum soll es in Zukunft nicht möglich sein, Verkleidungen im Autoinnenraum zum Schwingen und
Klingen zu bringen? Und vielleicht kommen bald die Verkehrsnachrichten aus dem Autohimmel ans Ohr.“

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