Sonntag , 22 Oktober 2017

Per SMS gefeuert

Eine britische Firma entlässt 2500 ihrer Mitarbeiter nicht mit dem blauen Brief, sondern per SMS. Das SMS fordert offenbar auf, eine Nummer anzurufen, unter welcher dann ein Tonband die negative Botschaft übermittelt. 

Die Nachricht scheint ungefähr folgendermassen zu lauten: “Wer seinen Job behält, wird heute benachrichtigt. Wenn man sich nicht bei Ihnen meldet, bedeutet das, dass sie mit sofortiger Wirkung entlassen sind”.
Als Begründung wurde angegeben, dass die Firma die Löhne für Mai nicht mehr zahlen könne. Ein PWC-Sprecher bestätigte, dass die Methode unter bestimmten Umständen üblich sei: Manchmal sei es leider nicht möglich, alle Betroffenen in einem Raum zu versammeln.

Die Frau eines Entlassenen nannte das Vorgehen der Firma “feige” und “herzlos”. Alle “Rekorde der Mittelmäßigkeit” würden so unterboten. Das Band endete mit der Entschuldigung, dass es bedauerlicherweise aus Zeitgründen nicht möglich sei, mit jedem Mitarbeiter persönlich zu reden. Ob auch die Personalabteilung von den Entlassungen betroffen war, wurde nicht bekannt.

Ob der Firma nur das Briefpapier ausgegangen ist, oder ob sich hier allgemein ein neuer Trend durchsetzt, bleibt wohl abzuwarten. Mittlerweile gibt es schon fast alles per sms: Nebst dem verpöhnten Beenden einer Beziehung per sms, hat ein Scheidungsgericht in Dubai vor einigen Monaten die SMS-Nachricht eines Mannes an seine Frau als gültiger Scheidungsspruch empfunden. Sie lautete: “Warum kommst du zu spät? Ich verstosse dich!”

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