Dienstag , 17 Oktober 2017

IUB Rettungsroboter

050406_rescue_robots1.jpgMobile Roboter sind äußerst wertvolle Hilfsmittel bei Rettungsaktionen nach schweren Katastrophen wie Erdbeben und Bomben- oder Gasexplosionen. Die Roboter sollen zusammengestürzte Gebäude inspizieren, die Situation einschätzen sowie Opfer finden und ihre Lage bestimmen. Für dieses Anwendungsgebiet gibt es vielfältige Herausforderungen auf der Ingenieurs- wie auch auf der Wissenschaftsseite. Rettungsroboter müssen nicht nur für die rauen Umgebungsbedingungen von Katastrophen entwickelt und gefertigt sein, sondern sie müssen auch intelligente Funktionen besitzen, die sie von einer ständigen Überwachung und Steuerung durch einen menschlichen Bediener befreien.

050406_therma_cam1.jpgSeit 2001 ist die International University Bremen (IUB) auf diesem Forschungsgebiet aktiv.

Zu Trainingszwecken hat das amerikanische National Institute of Standards and Technologies (NIST) eine spezielle Testumgebung entwickelt. Diese sogenannten Rescue Arenen werden unter anderem auf RoboCup Wettbewerben eingesetzt, um die Ansätze verschiedener Teams miteinander zu vergleichen und zu bewerten.

Seit Frühjahr 2004 ist die erste Rescue Arena in Nordeuropa an der International University Bremen im Einsatz.

Die IUB Rettungsroboter sind komplette Eigenentwicklungen die auf dem sogenannten CubeSystem basieren. Das CubeSystem ist eine Sammlung von Hardware- und Softwarekomponenten zum Rapid Robot Prototyping.

Neben der Entwicklung der Mechatronik der Roboter sind intelligente Steuerprogramme eine grundlegende Herausforderung in diesem Arbeitsgebiet. So müssen die Roboter zum Beispiel selbständig Opfer sowie Gefahren erkennen. Dabei werden unter anderem auch spezielle Sensoren wie CO2-Messgeräte zum Erkennen von Atemluft oder Wärmebildkameras auf den Robotern eingesetzt.

Eine bisher weltweit einmalige Stärke der IUB Rettungsroboter ist das autonome Erstellen von Karten, die es Rettungskräften erlaubt, Opfer oder Gefahrenquellen genau zu lokalisieren und zu ihnen zu finden.

Mehr Informationen zum Institut.

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