Freitag , 20 Oktober 2017

Interaktivität….

Interaktivität hält Beziehungen aufrecht Trendforscher Wippermann bezweifelt Vereinsamung durch neue Medien. Mediale Nähe schafft soziale Nähe, mediale Techniken schaffen Know-how, mediale Marken schaffen Geborgenheit. 

Mit diesen drei Thesen widerspricht Trendforscher Peter Wippermann den häufig geäußerten Befürchtungen, neue Medien und Computerspiele wirkten sich oft negativ auf die Quantität und Qualität von Sozialkontakten aus.

Für Wippermann, der seine Thesen bei einer Veranstaltung des Handyriesen Nokia http://www.nokia.com in Wien verkündete, bilden vernetzte Medien die Alltagskultur der Generation der Netzwerkkinder. Mit Hilfe von Medien organisieren sie Arbeit und Freizeit und kommen so teilweise sogar spielerisch miteinander in Kontakt. Als Beispiele nannte er die Schüler-Demonstrationen gegen den Irak-Krieg oder die in letzter Zeit modern gewordenen Flash-Mobs. Überhaupt mache es Interaktivität erst möglich, soziale Beziehungen aufrecht zu erhalten und ein häufig klingelndes Handy trage auch viel zum sozialen Status seines Besitzers bei.

Weiters betont Wippermann, dass die neuen Medien kreative und spielerische Veranlagungen stärken, was auch von ökonomischem Interesse ist. Neue Medien fördern eine “Do it yourself”-Mentalität zu Tage, die sich als wichtige Qualifikation für das Berufsleben erweisen könnte. Bezogen auf Computerspiele meint der Trendforscher knapp: “Spielen heißt lernen.” So trainieren Actionspiele die Aufmerksamkeit und verbessern die Selektionsfähigkeit, die Reaktionszeit und die Motorik. Adventurespiele hingegen stärken die Urteilskraft und erhöhen die Entscheidungssicherheit. Strategiespiele wiederum fördern laut Wippermann die Kreativität und die Organisationsfähigkeit.

“Und schließlich vermitteln die neuen Medien und ihre Marken für die Generation der Netzwerkkinder auch ein Gefühl der Orientierung und Geborgenheit”, glaubt Wippermann. Dass Medien in unserer Gesellschaft immer wichtiger werden, zeige sich auch daran, dass die Ausgaben für Kommunikation seit sieben Jahren anwachsen, während für Ernährung und Kleidung seit fünf Jahren immer weniger Geld ausgeschüttet wird.

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