Freitag , 20 Oktober 2017

Fingerprint vs Kreditkarten

Das Thema Fingerprint war schon immer recht aktuell und viel diskutiert, aber nun scheint es, wie die Technologie das erste Mal richtig eingesetzt wird. Laut dem Wirtschaftsmagazin Fortune prüfen einige Amerikanische Handelsketten die Möglichkeit des bargeldlosen Bezahlens per fingerabdruck.

Entsprechende Pilotversuche in kleineren Supermarktketten wie Albertsons, Cub Foods  oder Piggly Wiggly  könnten mit entsprechenden Erfolgen aufweisen, so der Bericht. Durch den Einsatz biometrischer Systeme hoffen die Unternehmen das Bezahlen an der Kasse um bis zu 70 Prozent zu beschleunigen und den Sicherheitsstandard beim bargeldlosen Zahlen weiter zu erhöhen.

Für Peter Schmidt, Geschäftsführer des Datenverarbeitungsanbieters inform, der Unternehmen mit Kassierlösungen ausstattet, stellt der Einsatz von Biometrie ein sehr spannendes wie aktuelles Thema dar, mit dem sich jeder in der Branche beschäftigen müsse. Schmidt geht allerdings davon aus, dass die derzeitigen Systeme technologisch noch nicht stabil genug sind, um bei Breitenanwendungen eingesetzt zu werden. "Es ist ein Unterschied, ob ich in einer Firma per Fingerabdruck zehn Mal am Tag den Raum betrete, oder in einem Supermarkt hunderte Kunden auf das Funktionieren des Scans angewiesen sind", hegt Schmidt im Gespräch mit pressetext auch Skepsis bezüglich der schnellen Abwicklung.

Datenschutzrechtlich tun sich durch die angestrebte Verwendung von biometrischen Daten ebenfalls Bedenken auf. Wenngleich die an den Pilotprojekten teilnehmenden Unternehmen versicherten, die geleisteten Fingerabdrücke nicht zu speichern, glaubt Schmidt dennoch, dass das Abgeben eines Fingerabdrucks immer noch einen psychologischen Hemmschuh darstelle. "Durch neue Einreisebestimmungen einzelner Länder wie z. B. der USA, die das Leisten von Fingerabdrücken vorsehen, könnte dieser Vorgang allerdings bald zur Normalität gehören", meint Schmidt.

Ein gerade für amerikanische Unternehmen wesentlicher Nebenaspekt sind die zu erwartenden Kosteneinsparungen, die sich durch wegfallende Kreditkarten-Gebühren ergeben könnten. Emme Kozloff, Analystin beim Marktforschungsinstitut Bernstein , geht davon aus, dass das zu erwartenden Transaktions-Einsparpotenzial von rund 20 Prozent großen Ketten wie Mal-Mart zu Gewinnsteigerungen um bis zu vier Prozent bis 2009 verhelfen könnten. Darüber hinaus würde das biometrische Bezahlen die Transaktion für Konsumenten eindeutig sicherer gestalten, so Kozloff angesichts 1,3 Mio. an jährlichen Identitätsdiebstählen, die allein in den USA während finanzieller Transaktionsprozesse erfolgen.

Weitere Informationen
Fortune.com
Berstein.com
Inform.at
Albertsons.com
Cub.com
Pigglywiggly.com
Pressetext.ch

Kommentare

Kommentare

Über

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Schließen