Sonntag , 22 Oktober 2017

Creative Muvo NX

Mit dem Nuvo schaffte Creative den ersten Mp3-Player, der auch als Memory-Stick direkt am USB-Anschluss angesteckt werden konnte. Der Erfolg liess nicht lange auf sich warten und erzeugte hunderte Nachahmungsprodukte. Nun erscheint mit dem Muvo NX der Nachfolger des legendären Players. 

Neu ist vor allem das Display, welches der Vorgänger noch nicht besass. Nebst Angaben zum Künstler und dem Songtitel ist auch eine Batterieanzeige integriert. Die Bedienelemente wurden erneuert, eine Navigationswipptaste lässt den Benutzer nun zwischen Equalizer, Wiedergabe-Modi, Tastensperre und dem Optionsmenü wählen.

Über das Menü erreicht man den Unterpunkt Sprachaufzeichnung: Per eingebautem Mikro können in annehmbarer Qualität (8 kHz, 4 Bit) Gespräche mitgeschnitten werden. Die Aufnahmen werden als Wav-Datei abgelegt und können später problemlos auf den PC überspielt werden.

Der Muvo NX kann neuerdings auch Verzeichnisstrukturen bis auf eine Ebene lesen, und ist WMA-fähig. Mp3pro-Dateien werden leider immer noch nicht unterstützt. Dafür lässt sich der 5-Band Equalizer selbst einstellen.

Der Player wird einfach am USB-Anschluss angesteckt (USB 1.1) und erscheint dann in Windows als Wechsellaufwerk, so dass ganz einfach per Drag&Drop Dateien verschoben werden können. Mitgeliefert wird auch die Media-Source-Software zum Rippen und überspielen von Musik.

Eine sehr nützliche neue Funktion von Media Source ist die so genannte “SmartFit”-Option: Auf Wunsch werden MP3-Dateien vor dem Übertragen auf den Muvo in das WMA-Format umgewandelt, das bei stärkerer Kompression geringere Dateigrößen bieten soll, so dass man mehr an Musik im Speicher unterbringt. In der Software kann eingestellt werden, ob SmartFit immer oder nur auf Wunsch aktiviert sein soll und in welcher Qualität die WMA-Files codiert werden. Das Übertragen der Audio-Dateien dauert dann auf Grund der Konvertierung allerdings je nach Leistung des eigenen PCs zum Teil deutlich länger, als wenn man auf die SmartFit-Funktion verzichtet.

Nicht ganz so nützlich wie SmartFit ist der von Creative für den Muvo NX neu geschaffene M-Port: Erwirbt man ein neues Creative-Lautsprechersystem mit M-Port-Anschluss – etwa die neue I-Trigue L3450 oder I-Trigue L3500 – kann man den Muvo NX direkt in die Fernbedienung dieser Systeme stecken und dann die auf dem Muvo NX gespeicherte Musik über die Lautsprecher hören, ohne dass ein PC dazwischengeschaltet ist. M-Port ist allerdings nicht abwärtskompatibel: Creative hat dafür gesorgt, dass man weder den alten Muvo noch einen USB-Player anderer Hersteller an diese Lautsprechersysteme anschließen kann.

Hinsichtlich Maßen und Gewicht hat sich nur wenig geändert – mit Abmessungen von 36,7 x 74 x 16 mm und einem Gewicht von 43 Gramm inklusive Batterie ist das Gerät weiterhin extrem handlich und kompakt. Zudem hat man auch etwas für die Optik getan: Das Batteriefach ist jetzt leicht metallisch-glänzend, außerdem wird das Gerät von Haus aus mit zwei Batteriefächern ausgeliefert, so dass man auch mal die Farbe seines Muvo wechseln kann. Creative will demnächst auch weitere Batteriefächer über seine Website anbieten, wer also wirklich noch mehr farbliche Abwechslung benötigen sollte, bekommt auch diesen Wunsch erfüllt.

Ein Schnäppchen ist der neue Muvo übrigens nicht gerade – Creative will den Stick für 159,- Euro (128-MByte-Version, voraussichtlich erhältlich ab Anfang September 2003) bzw. 199,- Euro (256-MByte-Version, voraussichtlich erhältlich ab Anfang Oktober 2003) in den Handel bringen. Zumindest soll zur Markteinführung des Muvo NX der Preis der beiden erhältlichen “alten” Muvos gesenkt werden.

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