Dienstag , 24 Oktober 2017

Brennstoffzellen U-Boot

Am Montag hat das weltweit erste U-Boot mit Brennstoffzellen-Antrieb in Kiel seine Jungfernfahrt angetreten. "U 31" ist eines von vier U-Booten der Klasse 212 A, die an die Deutsche Marine geliefert sollen, teilte die Howaldtswerke-Deutsche Werft AG (HDW) in Kiel mit. 

Von Kiel aus wird U 31 in der westlichen Ostsee die Flachwassererprobung durchführen. Auf dem Prüfstand stehen die gesamt Schiffstechnik und die Operation. Ende Juli soll das U-Boot die Gewässer Richtung Norwegen verlassen. Hauptstationen sind Kiristiansand, Stavanger und Bergen. Bei den Tieftaucherprobungen – vorzugsweise im Skagerak – stehen Akustik, Sonar und Feuerleitanlage auf dem Prüfstand. Auch die ersten Übungs-Torbedos werden abgeschossen. Mitte März 2004 kehrt das U-Boot zur Erledigung eventueller letzter Restarbeiten nach Kiel zurück und die Deutsche Marine stellt U 31 in Dienst.

Im Jahr 1994, nachdem feststand, dass die Deutsche Marine ein nicht-nukleares U-Boot erhalten soll, erregte das U-Boot weltweit Aufmerksamkeit. Es ist erstmals mit einem serienreifen, außenluftunabhängigen Brennstoffzellen-Antrieb ausgestattet. Das 56 Meter lange U-Boot kann mehrere Wochen unter Wasser bleiben. Da die Brennstoffzelle weder Abgaswärme noch Geräusche erzeugt, ist das U-Boot nicht zu orten.

Die praktischen Erprobungen des “Jung-U-Bootes” begannen 2002 im vollen Umfang. Es starteten umfangreiche Hafen-Erprobungen. Es musste gezeigt werden, dass alle Anlagen nicht nur einzeln für sich, sondern auch im Zusammenspiel funktionierten. Bis Anfang 2003 lag U 31 im Hafen. In dieser Zeit wurde auch die erste Besatzung vier Wochen lang im Naval Training Centre von HDW und an Bord in das Schiff eingewiesen, da für die künftigen See-Erprobungen die Deutsche Marine die Fahrmannschaft stellt.

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