Donnerstag , 19 Oktober 2017

Beatman Flash Recorder

Edler Mini-MP3-Player Gerät kann Musik direkt in MP3s wandeln. Mit dem Beatman Flash hat Freecom einen äußerst kleinen, leistungsfähigen MP3-Player im Angebot, der uns seinerzeit im Test größtenteils überzeugen konnte.  

Der seit kurzem erhältliche Beatman Flash Recorder verfügt weitgehend über dieselben Vorzüge, wartet aber unter anderem zusätzlich mit einer Aufnahmefunktion auf.

Im direkten Vergleich der beiden Freecom-Player fällt schon auf den ersten Blick auf, dass der Beatman Flash Recorder über ein deutlich edleres Design verfügt: Abgesehen davon, dass er mit seinen geringen Abmessungen (57 x 64,6 x 12,6 Millimeter) ein wenig höher, dafür aber auch schmaler ist als der “normale” Beatman Flash, wirkt er optisch deutlich eleganter und weniger verspielt. Das Gewicht von gerade mal 41 Gramm (ohne Batterie) sorgt zudem dafür, dass er problemlos in jeder noch so kleinen Tasche verschwindet und selbst Hemdtaschen nicht ausbeult. Die beiden grundlegenden Bedienhebel sind nun an der linken bzw. rechten Geräteseite untergebracht und lassen sich – vergleichbar mit der Funktionsweise eines Scrollrades – sowohl seitlich bewegen als auch drücken. Zusätzlich gibt es eine Hold-Taste sowie auf der Geräte-Vorderseite einen Aufnahme- und einen Equalizer-Button.

Das Gerät besitzt wahlweise – wie der uns vorliegende Player – 128 oder aber 256 MByte internen Speicher. Auf dem hintergrundbeleuchteten Multi-Line-Grafik-Display werden während des Abspielens von MP3- und WMA-Dateien dank ID3-Tag-Unterstützung Informationen zu Album, Song und Interpret angezeigt. Zusätzlich werden auch der Batteriestand, die Codierungs-Qualität und Informationen zum Abspielmodus gegeben – der Beatman Flash Recorder unterstützt neben dem normalen Play-Modus auch die gängigen Zufallswiedergaben. Bei der WMA-Wiedergabe werden Bitraten von 32 Kbps bis 192 Kbps, beim MP3-Abspielen Bitraten von 8 bis 320 Kbps unterstützt, auch variable Bitraten stellen für den Player kein Problem dar. Mit dem Ogg-Vorbis-Format kann das Gerät leider einmal mehr nicht umgehen.

Die Tonqualität beim Abspielen ist sehr gut, die qualitativ hochwertigen Sennheiser-In-Ear-Kopfhörer MX-300 verzerren zudem den Klang auch bei hohen Lautstärken kaum. Mit Hilfe von fünf Equalizer-Einstellungen (Pop – Rock – Jazz – Classic – Normal) kann der Sound variiert und dem eigenen Geschmack angepasst werden.

Hat man keine Lust auf die intern abgelegte Musik kann man auf die Radio-Funktion des Gerätes zurückgreifen. Dank des internen Mikrofons lässt sich der Beatman Recorder auch als Diktiergerät nutzen, wobei hier mit 16 oder 32 Kilobit pro Sekunde codiert wird – gut genug, um etwa Interviews mitzuschneiden oder kleine Notizen auf das Gerät zu sprechen.

Schließt man den Recorder mit Hilfe seines Klinke-Line-Ins an die Stereoanlage an, kann er Musik direkt in Echtzeit ins MP3-Format umwandeln und abspeichern. Dabei kann die Bitrate zwischen 8 und 320 Kilobyte eingestellt werden. Gute Ergebnisse erzielt man ab 128 Kilobit pro Sekunde, wer sich also den Umweg über den PC sparen möchte und dafür auch wirklich bereit ist, deutlich länger als beim MP3-Rippen zu warten, kann seine CDs also durchaus direkt von der Anlage auf den Beatman überspielen. Der Recorder startet dabei die Aufnahme erst, wenn er ein Ton-Signal empfängt. Bei deutlichen Pausen zwischen zwei Musikstücken setzt er zudem neue Track-Markierungen, gehen mehrere Lieder direkt ineinander über, zeichnet er sie allerdings als einen einzigen Song auf.

Angeschlossen wird der Player an den PC via USB-Kabel, die Kommunikation erfolgt über die mitgelieferte Digital-Audio-Manager-Software, mit der sich Songs recht einfach per Klick auf den Beatman übertragen lassen. Die Übertragungsgeschwindigkeit liegt dabei bei maximal 5 Mbps. Wie der Beatman Flash hat allerdings auch der Beatman Flash Recorder einen eingebauten “Kopierschutz”, so dass sich Musik nur auf den Player, aber nicht vom Player auf den PC kopieren lässt.

Die benötigte AAA-Batterie liefert Strom für knapp acht Stunden MP3- bzw. WMA-Musik, nutzt man nur das Radio, erhöht sich die Betriebszeit auf etwa 15 Stunden.

Zum Lieferumfang gehören neben dem USB- und dem Audio-Line-In-Kabel die schon angesprochenen Sennheiser-In-Ear-Kopfhörer MX-300, eine Software-CD, eine Tasche mit Gürtelclip und eine Duracell-AAA-Batterie. Eine gedruckte Kurz-Anleitung liegt ebenfalls bei, allerdings sind die darin enthaltenen Abbildungen derart klein und schlecht gedruckt, dass man mit ihr nur wenig anfangen kann – hier empfiehlt sich die Benutzung des kompletten, auf CD mitgelieferten Handbuchs im PDF-Format.

Der Preis des von uns getesteten Freecom Beatman Flash Recorder mit 128 MByte liegt bei 199,- Euro, der Preis der ebenfalls erhältlichen 256-MByte-Version wurde kürzlich von 299,- auf 269,- Euro gesenkt. Voraussichtlich im August will Freecom noch eine Variante mit satten 512 MByte auf den Markt bringen, die dann allerdings auch 359,- Euro kosten soll.

Fazit:

Ob wirklich jemand die Aufnahmefunktion des Beatman Recorder nutzen will sei mal dahingestellt – trotz prinzipiell sehr guter Codierungsqualität wird es zumindest jeder PC-Besitzer wohl vorziehen, CDs am PC zu rippen und dann auf den Player zu überspielen. Aber auch abgesehen von dieser Option bietet das Gerät praktisch alles, was man sich bei einem MP3-Player dieser Art wünschen würde – und das in einem überaus kompakten und schick anzusehenden Gehäuse. Die hohe Qualität hat allerdings ihren Preis – als wirkliches Schnäppchen kann man den Beatman Flash Recorder bei einem Verkaufspreis von 199,- bzw. 269,- Euro sicherlich nicht bezeichnen.

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