Mittwoch , 18 Oktober 2017

Augmented Reality

Die elektronischen Kartensysteme für Kraftfahrzeuge sind noch kaum in Serie, da entwickelt Siemens schon ein neuartiges Navigationssystem, welches das reale mit dem virtuellen Bild verschmelzen lässt – sogenannte Augmented Reality.  

Die Kamera könnte Siemens zufolge in die Befestigung des Auto-Rückspiegels integriert werden. Der Computer des Navigationssystems verknüpft diese Bilder dann mit den Positionsdaten des GPS-Empfängers und blendet die Richtungsangaben in Form von dreidimensional wirkenden Pfeilen direkt in das Videobild ein. Das resultierende, mit Informationen angereicherte Bild sieht der Fahrer schließlich auf einem hochauflösenden Display.

“Der Fahrer muss nicht mehr wie bisher in seinem Kopf die Verbindung zwischen der realen Verkehrslage und einer abstrakten Kartenansicht herstellen. Insbesondere bei komplexen Situationen wie beispielsweise drei Fahrspuren mit mehreren Abbiegemöglichkeiten oder im Kreisverkehr, findet er sich leichter zurecht und kann sich besser auf den Verkehr konzentrieren”, stellt Siemens in Aussicht.

Da die Anwendung allerdings extrem hohe Anforderungen an den verwendeten Grafikprozessor stelle, wird man auf das von Siemens entwickelte neuartige Navigationssystem wohl noch etwas warten müssen: Die Siemens-Techniker rechnen mit einer Serienreife erst in einigen Jahren.

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