Donnerstag , 25 Mai 2017
Fototrends 2013
Morten Rygaard Trend

Fototrends 2013

Jedes Jahr entwickeln sich neue Fotografie-Trends. Das Jahr 2012 war das Jahr der Food-Fotografie: Die Menschen fanden Gefallen daran, Nahaufnahmen von ihren Gerichten zu machen. Stark zugenommen hat auch der Einsatz von verschiedenen Anwendungen und Effekten, um gewöhnliche Motive interessanter zu gestalten. Doch was erwartet uns im Jahr 2013?

Egg, 22. Januar 2013 – Nach dem Start der Nikon D5200 hat Nikon mit drei Profi-Fotografen zusammen überlegt, welche Fotografie-Trends sich wohl im kommenden Jahr abzeichnen werden. Und nicht nur das: Die Profi-Fotografen haben ausserdem einige Tipps verraten, damit aufstrebende Fotografen am Puls der Zeit bleiben und das Beste aus ihren Spiegelreflexkameras herausholen.

Dies sind die wichtigsten drei Fotografie-Trends 2013:

Trend 1 – Little Planet Panoramen

Sam Rohn Trend

360°-Panorama-Fotografie Sam Rohn ist ein autodidaktischer Fotograf aus den USA, der sich auf 360-Grad-Panorama-Fotografie spezialisiert hat. Im Laufe der letzten 20 Jahre hat er mit dieser Technik für Hugo Boss, Ikea und Ford gearbeitet. Sam glaubt, dass die Panorama-Fotografie in diesem Jahr noch beliebter wird, weil Fotografen immer mehr mit verschiedenen Effekts experimentieren, insbesondere mit dem neuesten Phänomen: Little Planet Panoramen. Was ist das für ein Trend? 360-Grad-Little-Planet-Panoramen zeigen die Welt um uns herum in einer ganz neuen Perspektive. Mit traditioneller Fotoausrüstung und -techniken können Fotografen ihre Motive auf nie dagewesene Art und Weise einfangen. Diese Technik sprengt die Grenzen der gewöhnlichen Perspektiven und eröffnet ganz neue kreative Möglichkeiten. Offiziell heisst die Technik „Stereographische Panoramen“, häufig wird sie aber auch „Little Planets“ oder „Planet-Panoramen“ genannt. Dabei wird in einem einzigen Bild eine 360-Grad-Umgebung dargestellt. Es sieht so aus, als ob sich das Motiv um eine Kugel herum anordnet, sodass eine Landschaft oder eine Stadtaufnahme wie ein eigenständiger Planet erscheint. Warum werden wir 2013 davon noch mehr sehen? 360-Grad-Planet-Panoramen sind heute einfacher denn je zu machen. Durch die Fortschritte in der Kamera- und Computertechnik stehen die Hilfsmittel für diese Bilder mittlerweile jedem zur Verfügung. Komplizierte Software oder kostspieliges professionelles Equipment – Dinge, von denen sich Fotografen bisher abschrecken liessen – gehören der Vergangenheit an. Sams Tipps für gelungene Little Planets Wählen Sie ein geeignetes Motiv. Szenen mit einem dominanten, zentralen Motiv, das maximal 90° über den Horizont aufragt, eignen sich besonders gut für Little Planets. Wenn Sie die Entfernung zwischen Motiv und Kamera verändern, ändert sich auch die Grösse des Motivs im fertigen Bild. Arbeiten Sie immer mit einem kugelförmigen 360-Grad-Panorama-Stativkopf. Auf diese Weise sorgen Sie dafür, dass die Kamera und das Objektiv sich um den Nodalpunkt des Objektivs bewegen, sodass Parallaxenverschiebungen vermieden werden und die Bilder richtig zueinander passen. Wenn Sie die Kamera präzise horizontal ausrichten, müssen Sie das Bild später nicht korrigieren. Wählen Sie die richtigen Hilfsmittel. Mit einem Fisheye-Objektiv können Sie den gesamten Little Planet in weniger Aufnahmen erfassen. Einige Kameras, wie die Nikon D5200, können mit einer Fernbedienung ausgelöst werden, um dadurch Ihren eigenen Schatten aus dem Bild zu verbannen. Verwenden Sie niemals den Automatikmodus. Passen Sie die Belichtung, den Weissabgleich und den Fokus individuell an, damit die Bilder einwandfrei miteinander kombiniert werden können. Nutzen Sie die richtigen Anwendungen für die Nachbearbeitung. Für das „Stitching“ (Zusammensetzen einzelner Bilder zu einem 360-Grad-Panorama) sind Anwendungen wie PTGui, KolorAutoPano oder Huginwork am besten geeignet. Versuchen Sie mit einem Programm wie Photoshop, das Stativ und seinen Schatten aus dem fertigen Bild zu entfernen.

Trend 2 – Back to Basics 

Jeremy Walker Trend

Monochrome Fotografie Jeremy Walker ist ein preisgekrönter britischer Fotograf, der auf hochwertige Landschaftsaufnahmen und Location-Fotografie in der ganzen Welt spezialisiert ist. Durch seine Arbeit kommt er mit verschiedenen Fotografie-Trends in Berührung. In letzter Zeit beobachtet er den zunehmenden Einsatz von Filtern und Effekten, die uns zurück zu den Basics führen: Das Ergebnis sind wunderschöne, klassische und elegante Schwarzweiss-Fotos. Was ist das für ein Trend? Schwarzweiss-Bilder versetzen uns in die Anfänge der Fotografie zurück. Monochrome Aufnahmen sind Fotografie in ihrer einfachsten, pursten Form. Ohne ablenkende Farben wird der Blick auf Tonwert, Textur, Schatten, Inszenierung und Stimmung eines Bildes gelenkt, kurz: auf den optischen Eindruck. Warum werden wir 2013 davon noch mehr sehen? Wir leben in einer farbenfrohen Welt mit Flachbildfernsehern, iPads und Smartphones. Täglich werden wir aus allen Richtungen mit knallig bunten Bildern bombardiert. Die Schwarzweiss-Fotografie ist quasi der Kontrapunkt zu der modernen Welt. Es geht um maximale Kreativität, die sich von der Masse abhebt. Ein gut gemachtes Schwarzweiss-Bild bringt Menschen zum Träumen und Staunen. Gleichzeitig wirkt es kühl. Und definitiv ist es Kunst. Monochrome Bilder sind für verschiedenste Motive geeignet, von Menschen und Architektur bis hin zu Reise- und Landschaftsaufnahmen. Sie harmonieren mit sämtlichen Lichtbedingungen; selbst schwache Beleuchtung wirkt plötzlich stimmungsvoll und dramatisch – und wird somit zum besten Freund des Fotografen. Vor allem jedoch steht Schwarzweiss-Fotografie für Einfachheit und Tiefe – Eigenschaften, die in einer bunten Welt herausragen und Wirkung erzeugen. Jeremys Tipps für gelungene Schwarzweiss-Aufnahmen Geben Sie Ihrem Bild Tiefe. Da es keine Farbe gibt, die den Blick auf sich zieht, sollten Sie für die Aufnahme ein Motiv in mittlerer Entfernung im Vordergrund wählen und gleichzeitig auf einen ansprechenden Hintergrund achten. Wenn Sie stattdessen ein bestimmtes Element isoliert darstellen wollen, sollte es ein Drittel Abstand vom Rand haben. Diese Technik wird auch Drittel-Regel genannt und hat sich seit vielen Jahren bei Fotografen bewährt. Probieren Sie verschiedene Winkel und Perspektiven aus. Suchen Sie nach besonderen oder andersartigen Blickwinkeln; fotografieren Sie nicht wie alle anderen. Der Mangel an Farbe zwingt den Betrachter, sich stärker auf die Komposition zu konzentrieren. Seien Sie also kreativ. Mit dem neig- und drehbaren Monitor der Nikon D5200 können Sie Ihr Bild aus so gut wie jeder Position aufnehmen. Beobachten Sie die natürliche Richtung des Lichts. Schauen Sie, wie sich der Lichteinfall im Laufe des Tages und bei unterschiedlichem Wetter verändert. Starke Schatten, Tonwerte, Texturen und Formen sind wesentliche Elemente für monochrome Bilder. Künstliche Lichtquellen wie Strassenlaternen und Fackeln können hilfreich sein, da Sie sich keine Gedanken um ungewollte Farbstiche machen müssen. Experimentieren Sie mit unterschiedlichen Belichtungszeiten. Längere Belichtungszeiten bringen Unschärfen, Bewegung und eine neue Dynamik in ein Bild. Wenn Sie mit einem Stativ arbeiten, können Sie Ihr Bild sekundenlang oder sogar minutenlang belichten, um dadurch geisterhafte, schemenreiche Schwarzweiss-Bilder zu kreieren. Das funktioniert besonders gut, wenn sich ein Teil des Motivs während der Belichtungszeit bewegt und dadurch verschwimmt (z. B. durch Winken) und der andere Teil unbewegt und dadurch scharf bleibt (z. B. Klippen und Felsen). Diese Technik eignet sich besonders für Aufnahmen von Küsten, Flüssen und Wasserfällen. Bewegen Sie die Kamera während der Belichtungsdauer. Man spricht auch von Schwenkaufnahmen. Wählen Sie ein bewegliches Motiv, wie z. B. eine rennende Person, ein Auto oder einen Zug. Richten Sie die Kamera auf das Motiv und gehen Sie in die Bewegungsrichtung mit. Wenn Sie eine mässig lange Belichtungszeit einstellen, wie z. B. eine Fünfzehntel-Sekunde, bleibt das Motiv scharf, aber der Hintergrund verschwimmt. Das Bild gewinnt dadurch an Bewegung und Dynamik. Bis Sie die ideale Einstellung gefunden haben, werden Sie jedoch ein wenig experimentieren müssen.

Trend 3 – Hochgeschwindigkeitsfotografie

Morten Rygaard Trend

Der preisgekrönte Nikon-Botschafter Morten Rygaard ist Experte für Hochgeschwindigkeitsfotografie. Auf seinen Reisen um die ganze Welt hat der dänische Fotograf eindrucksvolle Porträts von Stars wie 50 Cent, Justin Bieber und Arnold Schwarzenegger aufgenommen. Als Konzertfotograf hat er unter anderem U2, die Rolling Stones und Madonna begleitet. Morten Rygaard weiss, dass sich innerhalb von Sekunden das gesamte Bild verändern kann. Mit der heutigen Kameratechnik ist es viel einfacher geworden, einen Moment einzufangen und eine aussergewöhnliche Aufnahme zu machen. Daher erwartet er für die Zukunft auch grossartige Neuheiten für diese faszinierende Spielart der Fotografie. Was ist das für ein Trend? Durch Hochgeschwindigkeitsfotografie können eindrucksvolle Bilder aufgenommen werden, die das menschliche Auge gar nicht erfassen kann, weil die Bewegung zu schnell für uns ist. So können beispielsweise Aufprallmomente oder Explosionen eingefangen und Bewegungen eingefroren werden, die mit ungeheurer Geschwindigkeit vor sich gehen. In der Vergangenheit wurde diese Technik in der Physik, in der medizinischen Forschung und im Sport eingesetzt. Doch es eröffnen sich immer mehr und spannende Möglichkeiten, um der eigenen Kreativität Ausdruck zu verleihen. Warum werden wir davon in 2013 noch mehr sehen? Durch Hochgeschwindigkeitsfotografie können Dinge abgebildet werden, die für das menschliche Auge sonst nicht sichtbar wären. Wie sieht es eigentlich genau aus, wenn ein Regentropfen auf eine Oberfläche trifft? Oder wenn Wasser in ein Glas gegossen wird? Oder wenn ein Ei auf den Boden fällt? Hobby-Fotografen erkennen immer häufiger, dass sie mit einfachen Tricks die Realität buchstäblich einfrieren können. Mortens Tipps für gelungene Hochgeschwindigkeitsaufnahmen Blitzen ist Trumpf. Um eine Bewegung einfrieren zu können, muss geblitzt werden. Der Blitz ist die Basis der Hochgeschwindigkeitsfotografie. Für den gewünschten Effekt sollte der Blitz zwischen 1/800 und 1/2000 Sekunde eingestellt werden. Montieren Sie Kamera und Blitzgeräte auf einem Stativ. Das vereinfacht den ganzen Prozess, insbesondere wenn Sie gleichzeitig mit verschiedenen Blitzgeräten experimentieren. Versuchen Sie auch einmal, Ihr Bild in einem vollständig abgedunkelten Raum aufzunehmen. Sie erhalten wunderschöne Fotos, wenn das Motiv ausschliesslich durch einen Blitz beleuchtet wird. Kontrollieren Sie nicht die Belichtungszeit, sondern die Blitzreichweite. Wählen Sie den manuellen Modus und stellen Sie den Blitz auf 1/128, um einen besonders kurzen Blitz mit 1/38.500 Sekunde Belichtungszeit zu erreichen. Das klingt sehr technisch, ist aber einfach in die Tat umzusetzen. Arbeiten Sie mit einem Sound Trigger. Wenn Sie sich in totaler Dunkelheit befinden, löst dieses Gerät den Blitz aus, sobald es ein Geräusch wahrnimmt. Dank der Schallsensoren können Situationen nur Millisekunden später eingefangen werden. Es gibt keine pauschale Lösung. Beim Fotografieren kann man mit besonders kurzen Blitzbelichtungen arbeiten, genauso aber mit besonders starker Belichtung für den Bruchteil einer Sekunde. Die Methode hängt immer vom Motiv ab. Seien Sie also experimentierfreudig.

weitere Infos: www.nikon.ch

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