Sonntag , 22 Oktober 2017

Rinspeed ZaZen – Ab in die Zukunft

„zaZen“ – „Lichtgestalt“ auf vier RädernWeltpremiere am 28. Februar 2006 auf dem Automobilsalon Genf: Mit dem Concept Car Rinspeed „zaZen“ als aufregende „Lichtgestalt“ auf vier Rädern stellt der renommierte Schweizer Autovisionär Frank M. Rinderknecht seine Visionen für die automobile Zukunft vor. Das Fahrzeug entstand in Zusammenarbeit mit Bayer MaterialScience, einem der größten Kunststoff-Produzenten der Welt. Und es zeigt eine technische Revolution im Automobilbau: die transparente Heckscheibe wird zur holografischen Leuchtfläche. Wie aus dem Nichts erstrahlt aus dem scheinbar schwebenden, transparenten „Hardtop“ das dritte Bremslicht.

Die „zaZen“-Weltneuheit einer durch Holographie erzeugten Lichtfläche im Auto, kombiniert mit einer fließend gestalteten, einteiligen transparenten Dachkuppel aus dem Hightech-Werkstoff Makrolon® , zeigt die Idee einer innovativen Lichttechnik im Fahrzeugbau. Für Ian Paterson, Innovationsvorstand der Bayer MaterialScience AG,  ist das neuartige Licht nur ein kleines Stück auf dem Weg zum Auto von morgen, denn: „Gemeinsam mit Rinspeed haben wir ein Ziel: Wir wollen Denkanstösse geben für die automobile Zukunft. Dabei bringen wir unsere erstklassigen Werkstoffe an den Start und bündeln das Know-how unserer kreativen Köpfe.“

Nicht ohne Grund hat Rinderknecht der jüngsten Kreation den Namen „zaZen“ mit auf den Weg gegeben: „Denn Zen – der buddhistischen Lehre entliehen – ist letztlich eine besondere Form von Erkenntnis. Zu ihr gelangt nur, wer bereit ist, vorgeprägte Vorstellungen loszulassen.“ Dabei betonen beide Partner, dass ein Concept Car, vorgestellt auf einer Automesse, stets nur die Momentaufnahme einer kontinuierlichen und unermüdlichen Entwicklungsarbeit ist. So gehen zum Beispiel auch die Arbeiten an der schaltbaren Transparenz für dreidimensionale Formen stetig weiter.

Aus einer Vision und vielen Ideen entstand beim Schweizer Engineering-Spezialisten Esoro ein atemberaubend gestaltetes Fahrzeugkonzept. So ist die gesamte Dachkuppel bis hinab zur Gürtellinie aus dem transparenten Bayer-Polycarbonat Makrolon® gefertigt. Für die optimale Verbindung zur Karosserie sorgte eine glasklare, dehnungselastische Dichtung der Revoflex AG. Dieses augenfällige „Hardtop“ hat eine Leichtigkeit gleich in doppeltem Sinn: Zum einen scheint es über der eher bulligen Karosserie zu schweben. Zum anderen spart es gegenüber Glas viele Kilogramm Gewicht – falls es daraus überhaupt zu fertigen wäre.

Die Leichtigkeit der Dachkonstruktion korrespondiert mit der Lackierung des „zaZen“ in einem mineralisch-weißen Farbton auf Basis der Bayer-Lackrohstoffe Desmodur® und Desmophen®. Nicht bunt und grell – und  doch ausgenommen schön durch Millionen kleiner, edler Swarovski-Kristalle, die von einem selbst heilenden Polyurethan-Klarlack geschützt werden. Diesen so genannten „Crystal Skin“-Effektlack entwickelte und trug der österreichische Farb- und Lackierspezialist Karl Seelos auf. Für den perfekten Untergrund sorgte die Firma Lesonal. Kurz und gut: Den Piloten erwartet eine durchtrainierte Erscheinung in edlem Maßanzug, der durch Swarovski-Applikationen an Front-, Seiten- und Heckleuchten und den Felgen den aussergewöhnlichen Touch erhält. Ihr Meisterwerk lieferten die Kristall-Hersteller allerdings bei der Gestaltung der scheinbar ins Unendliche verlaufenden 3D-Heckzierblende ab.

Die Anmutung von Transparenz und Reduktion auf das Wesentliche, kombiniert mit gezielt gesetzten Akzenten, bestimmen auch die Innenausstattung des „zaZen“: Die mit Technogel®-Polstern  ausgestatteten durchsichtigen Kunststoff-Sitzschalen aus Makrolon® entstanden in Zusammenarbeit mit der Firma Recaro. Freundlich-helles Mango-Orange bestimmt auch das übrige Interieur einer Leder-Stoff-Kombination, das von dem Firmenverbund Strähle & Hess, SC Schäfer, OesterleSLR und Sellner in Handarbeit gefertigt wurde. Gemeinsam mit dem – sogar im Armaturenbrettbereich – verarbeiteten Luoro Faia Plantagenholz entsteht ein Innenraum, der Wärme und Entspanntheit ausstrahlt.

Vmax   

  • Höchstgeschwindigkeit 293 km/h
  • Beschleunigung 0-100 km/h ca. 4.8 sec 

  
Motor    
Motorenfamilie Porsche 997 Carrera S 
Hubraum 3824 cm³ 
Hub 82.8 mm 
Bohrung 99.0 mm 
Zylinder 6 Boxer 
Ventile 4 
Kompression 11.8:1 
Leistung 355 PS (261 kW) 
   bei 6’600 /min 
Drehmoment 400 Nm 
   bei 4’600 /min 
Betriebsstoffe Benzin 
Erdgas 
  
Antrieb  

  • Kraftübertragung Heckantrieb
  • Getriebe Manual
  • Gänge 6

Weitere Informationen
RinSpeed

Kommentare

Kommentare

Über

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Schließen